LINZ JOURNAL
kulturaktuelles

Pöstlingbergbahn Linz: 128 Jahre Geschichte auf Schienen

Die Pöstlingbergbahn der Linz AG fährt seit 1898 auf den Linzer Hausberg. Ein Überblick über Geschichte, Fahrplan, Preise und das Umfeld mit Grottenbahn und Museum.

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Die Pöstlingbergbahn bringt Fahrgäste seit 1898 auf den Pöstlingberg, das Wahrzeichen von Linz. Betreiberin ist die Linz AG, die Bahn fährt als Linie 50 und verbindet den Hauptplatz mit dem Gipfel.

Wie die Linz AG auf ihrer Seite zur Pöstlingbergbahn beschreibt, gehören neben der Bahn auch das Pöstlingbergbahn-Museum und die Grottenbahn zum Angebot am Berg.

Von der Sommerbahn zur Linie 50

Ursprünglich war die Pöstlingbergbahn als Ausflugsbahn gedacht, die nur in den Sommermonaten verkehren sollte. Dafür wurden zunächst sechs offene Wagen beschafft, die in Linz als Sommerwagen bezeichnet wurden.

Als Bergstation dient bis heute einer der Befestigungstürme, die im 19. Jahrhundert von Erzherzog Maximilian Joseph von Österreich rund um Linz gebaut wurden. Die heute noch erhaltenen Teile der Anlage beherbergen die Grottenbahn und die Endstation der Pöstlingbergbahn.

Umbau und Verlängerung bis zum Hauptplatz

Im Juli 2006 fiel die Entscheidung, die Bahn zu modernisieren. Die Strecke wurde ausgebaut und in das städtische Verkehrsnetz eingebunden.

Seit 2009 fährt die Bahn nicht mehr nur ab Urfahr, sondern ab dem Hauptplatz. Die offizielle Eröffnung der umgebauten und verlängerten Bahn fand am 29. Mai 2009 statt.

Historische Wagen und moderne Niederflurzüge

Im Regelbetrieb sind Niederflurwagen im Einsatz. Zusätzlich verkehren laut Linz Tourismus historische Wagen, die behutsam modernisiert wurden und barrierefrei zugänglich sind.

Die Nostalgiewagen fahren nur im Sommer. Eine Fahrt gilt damit auch als Blick zurück in die Frühzeit der Bahn.

Fahrplan: Halbstundentakt bis in den Abend

Von Montag bis Samstag fährt die Bahn ab dem Pöstlingberg ab 5.30 Uhr, ab dem Hauptplatz ab 6.00 Uhr, jeweils im 30-Minuten-Intervall.

An Sonn- und Feiertagen fahren die Bahnen ab Pöstlingberg von 7.00 bis 22.30 Uhr, ab Hauptplatz von 7.30 bis 22.00 Uhr, ebenfalls im Halbstundentakt. Die letzte Bergfahrt startet um 22.00 Uhr, die letzte Talfahrt um 22.30 Uhr.

Im 15-Minuten-Takt fährt die Bahn von 1. März bis einschließlich 31. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr, am Ostersonntag und Ostermontag von 10.00 bis 17.00 Uhr sowie an den Adventsonntagen und am 8. Dezember von 10.00 bis 17.00 Uhr. Von Montag bis Freitag gilt er zwischen Hauptplatz und Bruckneruniversität von 7.30 bis 9.00 Uhr, nur an Schultagen.

Tarife 2026

Für die Pöstlingbergbahn ist ein eigenes Ticket nötig. Die Preise gelten laut Linz AG seit 1. Jänner 2026: Eine Berg- oder Talfahrt kostet 5,40 Euro (ermäßigt 2,70 Euro), Berg- und Talfahrt kosten 9,00 Euro (ermäßigt 4,50 Euro).

Das Erlebnisticket gilt 24 Stunden im Netz der Linz Linien in der Kernzone Linz und enthält eine Berg- und Talfahrt. Es kostet 13,60 Euro, ermäßigt 6,80 Euro. Die Fahrt mit der Grottenbahn ist nicht inkludiert.

Mit jeder gültigen Fahrkarte fahren zwei Kinder unter sechs Jahren kostenlos mit. Inhaber von Monats- und Jahresnetzkarten der Linz Linien nutzen die Bahn ohne Aufpreis. Mit der 48- oder 72-Stunden-Linz-Card ist laut Linz Tourismus eine Berg- und Talfahrt inbegriffen.

Die Grottenbahn am Gipfel

Im zweiten der erworbenen Türme entstand 1906 die Grottenbahn, um den Berg stärker zu beleben. Im Krieg wurde sie durch eine Fliegerbombe schwer beschädigt.

Nach der Neugestaltung der Märchen- und Zwergengruppen wurde sie 1948 wiedereröffnet, mit dem Drachenzug "Lenzibald". Zwei Jahre später wurde der Märchenkeller für Familien zugänglich gemacht.

Bedeutung für Linz

Die Linz AG bezeichnet den Pöstlingberg als Erlebniswelt, die immer einen Ausflug wert sei. Die Bahn ist dabei zugleich Teil des öffentlichen Verkehrs: Wer sie täglich nutzt, kommt mit der Zeitkarte ohne Aufpreis aus.

Stand: 31. Oktober 2026