Linz AG erhöht Fernwärme ab August 2026 um 6 Prozent
Die Linz AG hebt den Fernwärmetarif mit 1. August 2026 um sechs Prozent an. Für einen Durchschnittshaushalt mit 70 Quadratmetern bedeutet das Mehrkosten von knapp sechs Euro im Monat.
Linz. Die Linz AG erhöht mit 1. August 2026 den Fernwärmetarif um sechs Prozent. Für einen durchschnittlichen Haushalt mit 70 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das Mehrkosten von knapp sechs Euro im Monat. Die Preisbehörde des Landes Oberösterreich hat die Anhebung bereits genehmigt.
Gestiegene Energiekosten als Hauptgrund
Als Ursache für die Preiserhöhung nennt die Linz AG die angespannte allgemeine Kostenlage bei der Wärmeerzeugung. Besonders deutlich schlagen zwei Rohstoffe zu Buche: Der Marktpreis für Erdgas ist im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen, Pellets wurden um 30 Prozent teurer.
Die Preisbehörde des Landes hat die Erhöhungen für alle drei großen oberösterreichischen Anbieter genehmigt. Neben der Linz AG hebt auch die Energie AG ihre Fernwärmepreise an - um 5,45 Prozent -, die EWW Wels folgt mit einem Plus von 3,1 Prozent.
Rund 90.000 Haushalte betroffen
Die Tarifanpassung trifft ein breites Versorgungsgebiet: Das Fernwärmenetz der Linz AG versorgt derzeit mehr als 90.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding sowie 90 Prozent aller öffentlichen Gebäude und nahezu alle Krankenhäuser in Linz. Kunden erhalten in diesen Tagen ein Schreiben mit den neuen Tarifinformationen.
Die Mehrkosten errechnen sich nach Wohnfläche: Rund ein Euro pro zehn Quadratmeter Wohnfläche und Monat ist die Faustregel. Ein 70-Quadratmeter-Haushalt zahlt damit knapp sechs Euro mehr im Monat als bisher.
Linz bleibt günstigster Landeshauptstadt-Anbieter
Trotz der Anhebung betont die Linz AG, auch nach der amtlich festgelegten Anpassung das günstigste Fernwärmeangebot im österreichischen Landeshauptstädtevergleich zu halten. Die diesjährige Erhöhung fällt zudem moderater aus als jene des Vorjahres: Im August 2025 hatte die Linz AG den Tarif noch um acht Prozent angehoben.
Investitionen in erneuerbare Wärmeerzeugung
Um die Abhängigkeit von internationalen Energiepreisen langfristig zu senken, investiert die Linz AG in den Umbau ihrer Fernwärmeerzeugung. Ein bereits im Bau befindlicher Wärmewandler soll den Anteil klimaneutraler Energiequellen von derzeit rund 40 auf 60 Prozent steigern.
Das erklärte Ziel des Unternehmens ist ambitioniert: Bis 2035 soll der Anteil erneuerbarer Energie in der Fernwärmeerzeugung auf 80 Prozent wachsen, bis 2040 soll Fernwärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen. Fernwärme trägt laut Linz AG bereits seit den 1970er-Jahren zur Verbesserung der Luftqualität im Linzer Raum bei und spart jährlich rund 200.000 Tonnen CO2 ein.
Stand: 31. Juli 2026