Andritz verdoppelt Turbogenerator-Kapazität in Linz
Der Technologiekonzern Andritz hat am 27. August 2026 den Abschluss des ersten Bauabschnitts zur Erweiterung seiner Turbogeneratorfertigung in Linz gefeiert - mit einer Investition im zweistelligen Millionenbereich und bis zu 150 neuen Arbeitsplätzen.
Linz, 27. August 2026. Der internationale Technologiekonzern Andritz hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts seiner Turbogeneratorfertigung in Linz verdoppelt das Unternehmen seine Produktionskapazitäten am Standort. Wie Andritz mitteilt, wurde die Fertigstellung im Rahmen eines Festakts gemeinsam mit langjährigen Kunden und Partnern gefeiert.
Erste Ausbaustufe abgeschlossen
Die erste Phase umfasst eine Erweiterung der bestehenden Produktionshalle um rund 700 Quadratmeter. Damit sind die Produktionskapazitäten für Turbogeneratoren in Linz nach Unternehmensangaben bereits verdoppelt. Künftig sollen in Linz vor allem wasserstoffgekühlte Hochleistungs-Turbogeneratoren montiert, geprüft und für den weltweiten Einsatz vorbereitet werden.
Der Ausbau ist erst der Anfang: Bis 2028 sollen weitere rund 3.000 Quadratmeter Produktionsfläche saniert und in Betrieb genommen werden, was die Gesamterweiterung auf rund 3.700 Quadratmeter bringt. Die Gesamtinvestition liegt im zweistelligen Millionenbereich und ist nach Konzernangaben von der weltweit wachsenden Nachfrage nach erneuerbarer Energie und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach Turbogeneratoren getrieben.
Bis zu 150 neue Arbeitsplätze in Linz
Der Ausbau schafft bereits jetzt Beschäftigung: Rund 80 neue Arbeitsplätze wurden am Standort Linz bereits geschaffen, weitere 70 Stellen sollen in den kommenden Jahren folgen. Gesucht werden Fachkräfte aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik sowie Fertigungs- und Prüftechnik.
Jürgen Holzer, Division Manager Turbogenerator bei Andritz, betont die strategische Bedeutung des Schritts: Der Ausbau schaffe die Voraussetzungen, um die weltweit steigende Nachfrage zu bedienen und gleichzeitig qualifizierte Arbeitsplätze am Standort Linz zu sichern. Das stärkste Marktwachstum verzeichnet Andritz derzeit in den USA und im Nahen Osten, für Europa wird zeitnah ein vergleichbarer Anstieg erwartet.
Logistischer Vorteil: Donau-Zugang
Ein zentrales Argument für den Linzer Standort ist seine direkte Lage an der Donau. Die bis zu 300 Tonnen schweren Turbogeneratoren können so besonders effizient per Schiff zu Kunden weltweit transportiert werden. Beim Ausbau der Fertigungshalle wurden zudem umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt.
Hintergrund: Jahrzehntelange Tradition in Linz
Andritz ist seit fast 80 Jahren am Linzer Standort im Wasserkraftwerksbereich tätig - insbesondere bei Turbinen und im Stahlwasserbau. Turbogeneratoren fertigt der Konzern seit über 70 Jahren im steirischen Weiz; die Ausweitung nach Linz ist eine direkte Reaktion auf die gestiegene globale Nachfrage. Am Standort Weiz entstehen parallel bis 2027 neue Produktionshallen, in denen luftgekühlte Turbogeneratoren sowie zentrale Komponenten wie Rotoren und Statorstäbe gefertigt werden. Über beide Standorte zusammen sollen insgesamt 350 neue qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.
Die Turbogeneratoren kommen weltweit in Kraftwerken, Industrieanlagen und Rechenzentren zum Einsatz. Als Brückentechnologie können sie flexibel ans Netz gehen, Frequenzschwankungen ausgleichen und so die Versorgungssicherheit moderner Energiesysteme erhöhen. Die Andritz-Generatoren sind bereits so ausgelegt, dass sie mit wasserstoffkompatiblen Turbinen kombiniert werden können - ein wichtiger Schritt in Richtung CO2-armer Kraftwerkslösungen.
Stand: 28. August 2026